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Das Mikroskop – Schrieb und schreibt Geschichte

Wo wären wir heute ohne das Mikroskop? Man weiß es nicht. Viel zu viel hängt von ihm ab. In jedem erdenklichen Bereich wird es genutzt, nicht nur in der Biologie oder Chemie, nicht nur in den Naturwissenschaften, nein, überall. Wie viele Fälle wurden in der Kriminalistik aufgrund von DNA und sonstigen winzig kleinen Teilchen des menschlichen Körpers gelöst. Wie viele Krankheiten konnten durch das Instrument erst verstanden und geheilt werden. Alles hängt mit allem zusammen und das konnten wir erst verstehen, als wir das Mikroskop erfunden haben. Es ist vielleicht nicht lebensnotwendig gewesen und vielleicht konnte man damit noch nicht das anfangen, was man schon damals zur Bekämpfung von Krankheiten brauchte, doch ist es heute nicht mehr wegzudenken und somit eine historische Erfindung.

Geschichte des Mikroskops

Die Erfindung eben jenes Hilfsmittels ist zu damaligen Zeiten nicht wie ein Puzzle mit 4 Teilen gewesen. Es war nicht das bloße Zusammensetzen einzelner Teile, die es bereits tausendfach auf dem Markt gab. Bis sich der beschriebene, wissenschaftliche Gegenstand so entwickeln konnte, wie wir es heute kennen, verging eine lange Zeit. Man könnte sagen, dass die Geschichte des Mikroskops so eng mit derer der Optik verbunden und verwunden ist, dass diese bis zum 16. Jahrhundert die gleiche darstellt. Erst in dieser Zeit stellte sich das Instrument zur Vergrößerung aus dem Schatten der Optik in den Vordergrund der Wissenschaften. Vorher waren zwar bereits Brillen, Lupen und Teleskope bekannt, doch entwickelte der holländische Händler Zacharias Janssen, welcher von 1588 bis 1631 lebte, ein erstes Lichtmikroskop. Dieses bestand aus einem länglichem Rohr, an dessen Anfang und Ende je eine Linse befestigt war, somit konnten nun erstmals Vergrößerungen um ein Vielfaches erreicht werden. Wiederum ein Niederländer (Antoni van Leeuwenhoek) entwickelte etwa 50 Jahre später eine neue Variante des Mikroskops.

Er tauschte die 2 Linsen durch eine kugelförmige Linse aus. Durch die bessere Qualität konnten nun deutlich höhere Vergrößerungen erreicht werden. In der Folge wurden immer mehr Wissenschaftler auf das Lichtmikroskop aufmerksam, allesamt versuchten Sie die Qualität und Vergrößerungsmöglichkeiten weiter zu verbessern. Schließlich gelang es den Deutschen Carl Zeiss und Ernst Abbe, wobei ersterer für den Bau und letzterer für die Berechnungen zuständig waren, am Ende des 19. Jahrhunderts den Vorgänger der heutigen Lichtmikroskope zu entwickeln. Diese kommen den heute oft in Schulen verwendeten Lichtmikroskopen sehr nahe. Die beiden Erfinder benutzten erstmals ein Objektiv, sowie einen Spiegel als Lichtquelle. Nun waren 1500fache Vergrößerungen möglich und dies wurde auch genutzt, denn der deutsche Mediziner Robert Koch entdeckte mit einem solchen Mikroskop das Tuberkulose-Virus. In der Folge wurde diese Form wieder weiter verbessert und es wurden unter anderem ein 2. Okular und ein Revolverkopf eingefügt.

Forscher, die am Lichtmikroskop forschten:

  • Zacharias Janssen
  • Robert Hooke
  • Antoni van Leeuwenhoek
  • Robert Brown
  • Ernst Abbe

Entdeckungen durch das Lichtmikroskop:

  • Jan Swammerdam: Entdeckung der Blutzellen
  • Jan Ingenhousz: Entdeckung der Photosynthese
  • Robert Koch: Entdeckung des Tuberkulose-Virus
  • Karl Landsteiner: Entdeckung der Blutgruppen

Ein Mikroskop – durch Elektronen, Zukunft pur

Wer denkt, dass die 1500fache Vergrößerung bereits eine unübertreffbare Leistung der Forscher waren, hat sich noch nicht mit der jüngeren Geschichte der Mikroskope beschäftigt. Die Weiterentwicklung des Lichtmikroskops am Ende des 20. Jahrhunderts wurde durch eine weitere Entwicklung im Bereich der Mikroskope ergänzt. So entwickelten Forscher ab den 1970er Jahren das erste Elektronenmikroskop. Hierbei werden Elektronen auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und haben somit fast die gleichen Eigenschaften wie ein Lichtstrahl, aber nun waren deutlich höhere Vergrößerungen möglich. 2.000.000fache Vergrößerungen waren nun kein Problem mehr und ein deutsches Forscherteam steigerte die Vergrößerung im Jahr 1999 nochmals von 0,24 Nanometern auf 0,13 Nanometern. Jetzt war es mögliche sich einzelne Atome anzuschauen. Aber nicht nur das, durch die Entwicklung des Rasterelektronenmikroskops konnte man nun auch plastische Mikroskopaufnahmen eines gesamten Objekts auf einem Bildschirm sehen.

Geschichte, Gegenwart und Zukunft, alles in einem Mikroskop

Die Geschichte der Menschheit und ihre Entwicklungsschritte lassen sich an wohl kaum einem Gegenstand so gut ablesen wie an dem Mikroskop. Entstanden aus den Linsen und ganz einfach begonnen, ist es heute eine hoch technologische und wissenschaftliche Angelegenheit mit einem Mikroskop des neuesten Standes zu arbeiten. Der Aufwand der Produktion und die historische Bedeutung lassen sich auch in dem hohen Preis, den man bezahlen muss, um ein aktuelles Mikroskop zu erwerben, wieder erkennen. Das ist aber nicht zu viel verlangt, denn eine solche Menschheitsaufgabe, an der seit einem halben Jahrhundert geforscht wird, ist für uns Menschen eigentlich unbezahlbar!

Wie viel kostet ein Mikroskop?

Das ist natürlich schwierig zu beantworten, ein Lichtmikroskop kann mit einem Preis von 20-30 EUR beginnen. Je nach Qualität, Marke und Herkunft unterscheiden sich die Preise natürlich. Wenn man ein Elektronenmikroskop mit wissenschaftlichem Charakter kaufen will, muss man selbst bei gebrauchten Exemplaren einen 5-stelligen Betrag bezahlen.

Wofür braucht man Mikroskope im Alltag?

Im Alltag braucht man kaum einmal ein Mikroskop, wenn man nicht in einem Beruf arbeitet, indem ein solches des Öfteren verwendet wird. Dennoch kann es zum Beispiel als Geschenk für ein Kind ganz sinnvoll sein. Schließlich wird man diesem die Faszination der Vergrößerung prompt aus dem Gesicht ablesen können, dafür reicht aber ein günstiges Lichtmikroskop vollkommen aus.

Wie stellt man ein Präparat für ein Mikroskop her?

Das hängt wieder einmal vollkommen vom vorhandenen Mikroskop ab. Für ein normales Lichtmikroskop gibt es zig Anleitungen im Internet, wenn man sich die Arbeit aber ersparen möchte und sich nur zur Belustigung ein Mikroskop anschafft, würde ich den Kauf von vorpräparierten Exemplaren empfehlen, diese können preiswert und in verschiedensten Ausführungen erworben werden.

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